Woher die Zahlen kommen, wie sortiert wird, womit wir Geld verdienen
Ein Vergleich ist nur so viel wert wie das, was er über sich selbst preisgibt. Diese Seite beschreibt die Regeln vollständig — auch die unbequemen.
1. Woher die Daten stammen
Jede Zahl in den Tabellen stammt aus einer Primärquelle des Anbieters — Preisseite, Regelwerk, FAQ oder AGB. Nicht aus anderen Vergleichsportalen, nicht aus Foren, nicht aus Marketing-Bannern.
Zu jedem Anbieter wird gespeichert, wann zuletzt geprüft wurde und welche Adresse die Grundlage war. Beides steht sichtbar auf der jeweiligen Anbieterseite.
Was passiert, wenn eine Angabe fehlt
Dann steht dort „nicht erfasst — beim Anbieter nachsehen". Kein Schätzwert, kein Branchendurchschnitt, kein „üblicherweise ca.". Eine sichtbare Lücke ist ehrlicher als eine plausibel klingende Zahl, die niemand nachgeprüft hat. Das betrifft derzeit vor allem die vier Regeln zu Hebel, Nachrichtenhandel, Overnight- und Wochenendpositionen: nur ein Teil der Anbieter dokumentiert sie öffentlich und eindeutig.
Wie oft geprüft wird
Preise und Kernregeln werden quartalsweise nachgezogen, bei bekannt gewordenen Änderungen sofort. Anbieter ändern Regeln ohne Ankündigung — deshalb gilt immer: Die Angabe des Anbieters im Moment deines Kaufs ist maßgeblich, nicht diese Tabelle. Wer bereits ein Konto führt, bekommt Regeländerungen zusätzlich als Hinweis in der App.
2. Wie die Reihenfolge zustande kommt
Es gibt keine allgemeingültige Bestenliste auf dieser Seite. Die Übersicht ist nach einem Kriterium sortiert, das du selbst wählst:
- Beliebt (Voreinstellung) — Anbieter mit einer redaktionellen Markierung zuerst, danach alphabetisch. Die Markierung beruht auf Bekanntheit und Größe, nicht auf Zahlungen.
- Preis — günstigster Einstieg zuerst, rein numerisch.
- Gewinnbeteiligung — höchster Split zuerst, rein numerisch.
- Name — alphabetisch.
Der Vorschlag „passende Firmen"
Nur an einer Stelle rechnet die Seite eine Rangfolge aus: beim Finder, der nach Markt, Budget und deinen Prioritäten drei Anbieter vorschlägt. Diese Rangfolge entsteht aus sechs Merkmalen, jedes auf 0 bis 100 normiert:
| Merkmal | Was gemessen wird | Gewicht |
|---|---|---|
| Preis | Einstiegsgebühr in Euro, relativ zum günstigsten und teuersten Anbieter im Feld | 1 oder 3 |
| Gewinnbeteiligung | Split-Prozentsatz, linear von 70 % (=0) bis 100 % (=100) | 1 oder 3 |
| Auszahlung | Wie schnell ausgezahlt wird, nach einer festen Skala je Auszahlungsrhythmus | 1 oder 3 |
| Regeln | statischer statt Trailing-Drawdown (45), einphasig (35), keine Mindesthandelstage (20) | 1 oder 3 |
| Gebührenerstattung | Kommt die Challenge-Gebühr bei Bestehen zurück: ja = 100, nein = 0 | 1 oder 3 |
| Sitz in der EU | Ja = 100, nein = 0 | 1 oder 3 |
Das Gewicht setzt du, nicht wir. Jedes Merkmal, das du als Priorität anklickst, zählt dreifach, jedes andere einfach. Der Gesamtwert ist der gewichtete Mittelwert aller sechs Merkmale; die drei höchsten Werte werden angezeigt. Klickst du keine Priorität an, zählen alle sechs Merkmale gleich.
Vorher gefiltert wird nur nach dem, was du angegeben hast: Markt und Budget. Sonst nichts.
Was die Reihenfolge nicht beeinflusst: Provisionen, Werbebudgets, bezahlte Platzierungen, Kooperationen. Es gibt auf dieser Seite keine Möglichkeit, einen Listenplatz zu kaufen — auch nicht auf Anfrage. Ein Anbieter mit Partnerprogramm und einer ohne werden identisch behandelt.
3. Womit diese Seite Geld verdient
Zwei Quellen, beide offen:
- Abonnements der App. Der eigentliche Zweck: die Tracking-, Steuer- und Rechnungsfunktionen sind kostenpflichtig. Das ist die Haupteinnahme und der Grund, warum der Vergleich nicht verkauft werden muss.
- Affiliate-Links. Einzelne Links zu Anbietern sind Partnerlinks — nutzt du einen und kaufst dort, kann eine Provision anfallen, ohne Mehrkosten für dich. Solche Links sind als Werbung gekennzeichnet.
Die Trennung dazwischen ist strikt: Der Provisionssatz eines Anbieters ist keine der oben genannten sechs Größen und geht in keine Sortierung ein. Auch Anbieter ohne Partnerprogramm stehen in der Tabelle und können vorgeschlagen werden.
4. Was diese Seite ist — und was nicht
✓ Das ist sie
- Ein Informations- und Softwaredienst
- Eine Dokumentationshilfe für Trades, Kosten und Belege
- Ein Vergleich veröffentlichter Anbieterangaben
✗ Das ist sie nicht
- Keine Prop Firm und kein Broker
- Keine Anlageberatung, keine Empfehlung zum Kauf
- Keine Steuerberatung im Sinne des StBerG
- Kein Testbericht mit eigener Note oder Sternebewertung
Bewusst gibt es hier keine Gesamtnote und keine Sterne. Eine Note verdichtet Dinge, die sich nicht verdichten lassen: Wer 200 € zur Verfügung hat, braucht etwas anderes als jemand, der Nachrichten handeln will. Statt einer Note zeigt diese Seite die einzelnen Merkmale nebeneinander — und überlässt die Gewichtung dir.
Alle Rechenwerkzeuge zur Steuer bilden die allgemeine Rechtslage ab und ersetzen keine Beurteilung deines Einzelfalls. Ob deine Tätigkeit gewerblich ist, welche Ausgaben abziehbar sind und wie eine Auszahlung einzuordnen ist, entscheidet dein Finanzamt bzw. deine Steuerberatung.
2b. Was wir erfassen — und was bewusst nicht
Ein Vergleich, der alles aufnimmt, misst nichts mehr. Diese Felder werden je Anbieter gepflegt und bei jeder Prüfung gegen den letzten Stand abgeglichen:
✓ Konditionen
Anzahl Phasen, Gewinnziel, Tages- und Gesamtverlustgrenze, Art des Drawdowns, Gewinnbeteiligung, Mindesthandelstage, Consistency-Regel, Auszahlungsrhythmus, Erstattung der Gebühr.
✓ Regeln, an denen Konten scheitern
Nachrichtenhandel, Halten über Nacht, Halten über das Wochenende, Hebel. Diese vier kosten mehr Gebühren als der Drawdown — und stehen selten auf der Preisseite.
✓ Rahmen
Sitzland und EU-Zugehörigkeit, Handelsplattformen, angebundene Broker, Kontogrößen, Währung, Einstiegspreis.
× Nicht erfasst
Bewertungen aus Portalen, Nutzerzahlen, Auszahlungsquoten, „Vertrauensscores“. Alles Zahlen, die der Anbieter selbst liefert oder die niemand prüfen kann.
Der Preis ist bewusst nicht Teil der Änderungshistorie. Er schwankt mit Rabattaktionen im Wochentakt; jede Aktion als „Änderung“ zu protokollieren würde die Liste so voll machen, dass die eine Regeländerung darin untergeht, auf die es ankommt.
2c. Wie eine Angabe auf diese Seite kommt
Der Weg ist immer derselbe, damit nachvollziehbar bleibt, warum eine Zahl da steht:
- Primärquelle öffnen Preisseite, Regelwerk, FAQ oder AGB des Anbieters — nicht die Übersicht eines anderen Vergleichsportals.
- Wortlaut nehmen, nicht Sinngemäßes „2 Minuten vor und nach Meldungen“ wird nicht zu „News-Trading eingeschränkt“. Was unklar formuliert ist, bleibt unklar — und wird als unklar gekennzeichnet.
- Adresse und Datum festhalten Beides steht sichtbar auf der Anbieterseite. Ohne Datum ist eine Angabe wertlos, weil niemand weiß, worauf sie sich bezieht.
- Gegen den letzten Stand abgleichen Ein Werkzeug vergleicht die neuen Werte mit dem letzten Abzug und meldet jede Abweichung. So kann eine Änderung nicht unbemerkt in die Tabelle rutschen.
- Abweichung protokollieren Alter Wert, neuer Wert, Tag des Auffallens — auf der Anbieterseite unter „Was sich geändert hat“. Ob die Änderung eine Lockerung oder eine Verschärfung ist, wird von Hand ergänzt: das ist eine Einschätzung und keine Messung.
3b. Wie mit Interessenkonflikten umgegangen wird
Ein Vergleichsportal mit Partnerprogrammen hat einen strukturellen Konflikt. Ihn wegzureden wäre unehrlich; ihn zu begrenzen ist möglich. Was gilt:
- Der Provisionssatz ist keine der sechs Größen im Finder und steht in keinem Sortierkriterium der Übersicht.
- Anbieter ohne Partnerprogramm stehen gleichberechtigt in der Tabelle und können vorgeschlagen werden.
- Ein Anbieter kann keinen Listenplatz kaufen, keinen Testbericht bestellen und keine Formulierung ändern lassen.
- Negative Angaben — Trailing Drawdown, Gebühr wird nicht erstattet, Consistency-Grenze — werden bei Partnern genauso ausgewiesen wie bei allen anderen.
- Die Haupteinnahme ist das Abonnement der App. Das ist der eigentliche Schutz: Der Vergleich muss sich nicht verkaufen, um die Seite zu tragen.
4b. Warum es hier keine Sterne gibt
Eine Gesamtnote verdichtet Dinge, die sich nicht verdichten lassen. Zwei Beispiele aus denselben Daten:
Wer 200 € zur Verfügung hat, braucht einen günstigen Einstieg und eine erstattbare Gebühr — ein statischer Drawdown ist ihm egal, weil er ohnehin klein anfängt. Wer Nachrichten handelt, für den ist genau diese eine Regel wichtiger als Preis, Split und Auszahlung zusammen: ein Anbieter mit 90 % Gewinnbeteiligung nützt nichts, wenn die Strategie dort verboten ist.
Eine Note müsste beiden dieselbe Reihenfolge zeigen. Deshalb zeigt diese Seite die Merkmale nebeneinander und lässt dich gewichten — und deshalb heißt der Wert im Finder „Passung“ und nicht „Bewertung“.
Rechtlicher Rahmen dieser Offenlegung
Seit dem 28.05.2022 verlangt § 5b Abs. 2 UWG, dass bei einer Rangfolge die wesentlichen Parameter und ihre relative Gewichtung offengelegt werden — und zwar leicht zugänglich von der Rangliste aus. Genau dazu gibt es diese Seite; verlinkt ist sie unter der Anbieterliste, unter dem Finder in der App und in der Fußzeile jeder Seite.
Was hier nicht stattfindet: eine Erlaubnis nach § 32 KWG oder § 15 WpIG wäre nötig, wenn wir persönliche Empfehlungen zu Finanzinstrumenten abgeben würden. Prop-Firm-Challenges sind keine Finanzinstrumente, und ein Vergleich, der sich an die Allgemeinheit richtet, ist keine Anlageberatung. Das ist unsere Lesart und keine Rechtsberatung.
5. Fehler melden
Eine falsche Zahl ist ein Fehler dieser Seite, kein Detail. Wenn dir eine Abweichung
auffällt oder ein Anbieter seine Regeln geändert hat:
Kontaktseite, Betreff Daten.
Korrekturen an den Daten werden mit einem neuen Prüfdatum versehen, damit erkennbar
bleibt, wann sich etwas geändert hat.
Wer dahintersteckt, steht unter Über uns; die Anbieterkennzeichnung im Impressum.