Gebaut von einem, der die Gebühr selbst bezahlt hat
Ich bin Anouar Eddoukni. Ich handle seit 2018, seit 2021 über Prop Firms. Diese Seite ist entstanden, weil ich sie selbst gebraucht hätte — und es sie nicht gab.
Der Abend, an dem die Idee entstand
Es war kein Geistesblitz. Es war ein Sonntagabend im Frühjahr, an dem ich auf drei Fenstern gleichzeitig saß: der Handelsplattform, einer Tabelle mit den Challenge-Gebühren des Jahres und einem halb fertigen Word-Dokument, das eine Rechnung an eine Prop Firm in Prag werden sollte. Dazwischen ein Notizbuch, in dem seit sechs Wochen nichts mehr stand.
Der Handel selbst war das kleinste Problem. Das Chart liest man. Was daneben liegt, liest niemand: Was habe ich dieses Jahr eigentlich für Gebühren bezahlt? Welche Auszahlung gehört in welches Steuerjahr? Und was schreibe ich in eine Rechnung an eine Firma, die in Tschechien sitzt?
Ich habe an dem Abend nicht angefangen zu programmieren. Ich habe angefangen zu suchen — nach einem Werkzeug, das das kann. Es gab Trading-Journale ohne Steuerteil, Buchhaltungsprogramme ohne Ahnung von Prop Firms, und Vergleichsseiten, die aufhören, sobald du gekauft hast. Nichts davon kannte den Weg, den ein deutscher Prop-Trader tatsächlich geht.
Steuern vergisst man
Eine Auszahlung im Dezember, die im Januar ankommt, gehört ins neue Jahr — § 11 EStG. Das weiß man einmal und vergisst es zwölf Monate lang. Bis der Steuerberater fragt.
Journaling schläft ein
Die ersten zwei Wochen schreibt jeder. Danach nicht mehr — weil das Journal nichts weiß von den Trades, die man gerade gemacht hat, und man alles zweimal eintippt.
Rechnungen sind Handarbeit
Reverse Charge bei einer EU-Firma, Drittland bei einer amerikanischen, lückenlose Nummern nach § 14 UStG. Dreimal im Jahr macht man das falsch, weil man es dreimal im Jahr macht.
Ein Trade dauert Minuten. Was er auslöst, beschäftigt dich zwölf Monate.
Genau dafür ist diese Plattform gebaut — nicht für den Trade, sondern für alles danach.Der Weg dahin
Angefangen mit Forex
Wie fast alle. Kleine Konten, große Hebel, und die Erkenntnis, dass der Markt einen nicht dafür bezahlt, oft recht zu haben.
Die erste Prop-Firm-Challenge
Und die erste Gebühr, die weg war. Danach die zweite. Wer sagt, er habe beim ersten Versuch bestanden, hat entweder Glück gehabt oder erzählt nicht alles.
Futures, Gold und CL statt nur Forex
Weg von den Paaren, hin zu Märkten mit klaren Sessions: Gold, Crude Oil, Index-Futures. Und parallel Krypto — mit dem eigenen Kapital, nicht mit dem der Firma.
Beides gleichzeitig
Prop-Firm-Konten und eigenes Depot nebeneinander — und eine Plattform, die beides auseinanderhalten kann, weil ich sie genau dafür gebaut habe.
Warum ich die Zahlen so pflege, wie ich sie pflege
Ich habe selbst nach falschen Angaben gekauft. Eine Vergleichsseite nannte eine Consistency-Grenze, die der Anbieter längst geändert hatte. Seitdem gilt hier eine einfache Regel: Was ich nicht belegen kann, steht nicht in der Tabelle.
Deshalb steht unter jedem Anbieter ein Prüfdatum und die Quelle, aus der die Zahlen stammen — die Seite des Anbieters, nicht die Übersicht eines Dritten. Und deshalb steht bei Regeln, die ich nicht belegen konnte, „nicht erfasst" statt einer plausibel klingenden Zahl. Eine Lücke, die man sieht, ist ehrlicher als eine, die man rät.
Wie die Reihenfolge in den Bestenlisten zustande kommt und womit diese Seite Geld verdient, steht offen in der MethodikKontakt.
Was ich nicht bin
Kein Steuerberater, kein Anlageberater, keine Prop Firm und kein Broker. Ich verkaufe keine Signale, keinen Kurs und keine Gewinngarantie. Was auf dieser Seite steht, sind Informationen und ein Werkzeug zur Dokumentation — die steuerliche Beurteilung deines Einzelfalls gehört zu einer Steuerberatung, und die Handelsentscheidung gehört dir.
Ich handle weiter, mit eigenem Geld und über Prop Firms. Das heißt: Wenn hier etwas nicht stimmt, fällt es mir irgendwann selbst auf die Füße. Das ist der beste Qualitätsanreiz, den ein Vergleich haben kann.
Was mich vier Challenges gekostet haben
Ich schreibe das nicht, um Erfahrung zu behaupten, sondern weil jeder dieser Fehler heute eine Funktion in der App ist. Wer sie kennt, muss sie nicht selbst bezahlen.
01 Trailing Drawdown
Ich lag 2.000 im Plus, gab 900 davon zurück — und war raus. Nicht weil ich unter das Startkapital gefallen wäre, sondern weil das Limit mit dem Höchststand mitgezogen war. Deshalb steht der Drawdown-Typ heute in jeder Tabelle, und deshalb rechnet der Regel-Wächter mit dem Höchststand, nicht mit dem Einstand.
02 Consistency
Bestanden, Ziel erreicht, Auszahlung abgelehnt: ein Tag machte über die Hälfte des Gewinns aus. Die Regel stand in den AGB, nicht auf der Preisseite. Sie hat in der App eine eigene Prüfung — bevor du auszahlen lässt, nicht danach.
03 Der Rest des Jahres
Im Februar bestanden, im November nach der Summe der Gebühren gesucht. Fünf Anbieter, drei Währungen, zwei Kreditkarten. Genau das ist heute die Kosten- und Gebührenübersicht — mit dem Kurs vom Zahltag, nicht mit einem Jahresmittel.
04 Die Rechnung nach Prag
Reverse Charge, ohne eigene USt-IdNr. — die Rechnung kam zurück. Der Rechnungs-Generator erkennt heute selbst, ob EU, Drittland oder § 19, und sagt vorher, welche Angabe noch fehlt, statt hinterher.
Womit ich handle — und warum das hier steht
Nicht als Ausweis, sondern weil es erklärt, welche Fälle die App gut kann und welche nicht. Ein Werkzeug bildet immer die Welt seines Erbauers ab.
| Markt | Seit | Was daraus im Werkzeug steckt |
|---|---|---|
| Forex | 2018–2022 | Der Anfang. Heute nur noch selten — aber die Paar-Logik im Journal und die Pip-Rechnung stammen aus dieser Zeit. |
| Gold & CL | 2022 | Märkte mit klaren Sessions. Daher die Auswertung nach Handelsstunde und Wochentag: bei CL entscheidet die Uhrzeit mehr als der Einstieg. |
| Index-Futures | 2022 | Der Grund, warum Futures-Anbieter mit Tick-Werten und Kontraktgrößen erfasst sind und nicht nur mit Lot. |
| CFDs | laufend | Über Prop Firms. Hier sitzen die meisten Regelfallen — und daher kommt der Regel-Wächter. |
| Krypto | laufend | Mit eigenem Kapital, nicht über eine Firma. Deshalb kann die App Eigendepot und Prop-Konto nebeneinander führen und steuerlich trennen: § 23 EStG auf der einen Seite, § 15 EStG auf der anderen. |
Wie diese Seite entstanden ist
Zuerst als Tabelle. Dann als Tabelle mit Formeln. Dann als Tabelle, die niemand mehr öffnen wollte, weil sie vierzehn Blätter hatte und beim Öffnen zwei Sekunden brauchte.
Der Übergang zur Software kam an dem Punkt, an dem drei Dinge zusammenhängen mussten, die in einer Tabelle nebeneinander liegen: Ein Trade erzeugt einen Gewinn, der Gewinn erzeugt eine Auszahlung, die Auszahlung erzeugt eine Rechnung und einen Eintrag in der EÜR — mit dem Kurs vom Tag der Gutschrift, nicht vom Tag des Trades. Wer das von Hand pflegt, macht es einmal richtig und danach nie wieder.
Gebaut wird bis heute allein, neben dem Handel. Das hat einen Nachteil und einen Vorteil: Es geht langsamer als bei einem Team — und jede Funktion muss sich zuerst bei mir selbst bewähren, sonst wird sie nicht gebaut.
Woran ich diese Seite messe
Drei Dinge, an denen man mich festhalten kann:
- Keine Zahl ohne Quelle. Was nicht belegt ist, steht als „nicht erfasst“ da — nicht als Schätzwert.
- Kein Listenplatz ist käuflich. Nicht heute und nicht, wenn jemand fragt. Die Rechenwege stehen offen in der Methodik.
- Deine Daten bleiben deine. Export als JSON jederzeit, Löschung ohne Rückfrage, keine Weitergabe an Werbenetzwerke.
Wenn dir auffällt, dass eines davon nicht stimmt, ist das ein Fehler und kein Detail: schreib mir.
Erreichbar
Fehler in den Daten, eine Regel, die sich geändert hat, oder ein Anbieter, der fehlt: über die Kontaktseite oder direkt an contact@propfirmstracking.com. Ich lese jede Nachricht selbst — es gibt hier niemanden sonst.
Die vollständige Anbieterkennzeichnung steht im Impressum.